Ludwigshafen, hier sind wir daheim

 

 

Niemand darf seine Wurzeln vergessen. Sie sind Ursprung unseres Lebens.

 

Federico Fellini

 

 

 


Ludwigshafen diskutiert -

 

- im Moment sehr ernsthaft. Einmal mehr ist unsere Stadt dabei, ihr Gesicht einschneidend zu verändern.

Eine unserer Hochstraßen ist irreparabel beschädigt und muss abgerissen werden.

Vier neue Varianten stehen zur Wahl, keine leichte Entscheidung...

Eine Chronologie:

2010 werden  rote Fangnetze zur Sicherung angebracht

2011 erste Überlegungen zu Planungsvarianten

2012 Start der Bürgerbeteiligung

2014 Grundsatzbeschluss im Stadtrat für eine "lange ebenerdige Stadtstraße"

 

2017 Kostenzusage von Bund über 154,2 Millionen, sowie vom Land 64,2 Millionen Euro,

die Kostenschätzung lag zu diesem Zeitpunkt bei 260 Millionen Euro.

 

Hier stehen Computeranimationen der möglichen Varianten zur Verfügung.

Einem visuellen Rundgang unter der Hochstraße könnt ihr hier folgen...

 

 Zur Großansicht anklicken

Update Dezember 2018

 

Dies kann nur eine Kurzzusammenfassung der Sachlage sein, wer es ganz genau wissen will informiert sich auf der tollen Internetseite der Stadt, 'Ludwigshafen diskutiert'.

 

 

Die anfängliche Kostenschätzung des Hochstraßenprojekts von 70 Millionen Euro, stiegen im Laufe der Jahre auf momentan 529 Millionen Euro, weitere Verzögerungen und somit auch horrende Steigerungen sind absehbar:

 

Seit diesem Jahr ist klar, dass auch die Hochstraße Süd schwer beschädigt ist, als erste Kostenschätzung steht eine Sanierungssumme von 75 Millionen Euro im Raum.

Diese Straße wird als Ausweichstrecke während der Abriss-und Neubauarbeiten der Nordtrasse dringend gebraucht, die Sanierung muss also abgeschlossen sein bevor die Arbeiten an der Nordtrasse überhaupt beginnen können.

Vorsichtige Planungen gehen mittlerweile von einem Baustart Ende 2021 aus.

 

Ein weiteres Problem ist das Rathauscenter, die Mall steht der beschlossenen Variante 'ebenerdige Stadtstraße' im Weg, ist auch baulich so eng mit der Hochstraße verknüpft, dass sich der Betrieb während der Bauarbeiten von selbst verbietet. 

Da sich die Verhandlungen mit den Eignern als schwierig erwiesen haben, möchte die Stadt Ludwigshafen das Center kaufen. Die dafür veranschlagten Kosten von 43 Millionen Euro wären insgesamt günstiger als ein Enteignungsverfahren.

 

Update Dezember 2019: Die Mietverträge der Shops im Center laufen nach und nach aus, unklar ist bislang wie es mit dem Rathauscenter weitergeht.

 

Der Rathausturm (Eigentum der Stadt) ist überdies sanierungsbedürftig und musste von der Verwaltung geräumt werden.

Im Frühjahr 2019 soll über dessen Abriss oder Sanierung entschieden werden. 

Die Entscheidung steht jetzt, im Dezember immer noch aus.

 

Update Dezember 2019

 

Wir haben ihn, den Supergau...

 

Am 22. August 2019 platzt die Bombe:

Die Hochstraße Süd, die eigentlich als Umleitungsstrecke für ihre marode Nordschwester dienen soll, muss ab sofort für den kompletten Verkehr gesperrt werden. Bestehende Risse haben sich besorgniserregend vergrößert, weitere Untersuchungen müssen folgen.

Bei diesen wird festgestellt dass eine schnelle Reparatur nicht möglich ist und die Sperrung voraussichtlich bis Ende 2023 aufrecht erhalten werden muss.

 

November 2019:

Weitere Schäden an der Pilzkonstruktion der Brücke werden festgestellt, die Risse haben sich trotz der Sperrung vergrößert. Die Statiker haben ernsthafte Zweifel an der Standfestigkeit der Brücke. Es ist nicht sicher dass sie ihr Eigengewicht noch lange tragen kann.

Die Stadtspitze reagiert richtigerweise umgehend, zur Sicherheit der Bürger: Die Straßen unter Hochstraße werden gesperrt, Straßenbahnen und Busse müssen umgeleitet werden. Hauptknotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs "Berliner Platz" entfällt. Ludwigshafen wird dadurch zu einer geteilten Stadt...

OB Jutta Steinruck:

Angesichts dieser Erkenntnisse zum Zustand der Hochstraße Süd blieb der Stadtverwaltung nichts anderes übrig, als diese Sperrungen zu veranlassen“,  „Uns ist bewusst, dass dies erhebliche Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie den städtischen Verkehrsfluss bedeuten, aber die Sicherheit für die Bevölkerung steht an erster Stelle.“

Dennoch sorgen die Sperrungen für Frust und Unverständnis bei Pendlern, Anwohnern und Gewerbetreibenden in der gesamten Metropolregion. Lange Staus besonders im Berufsverkehr sind die unmittelbare Folge. RNV und ÖPNV arbeiten mit Hochdruck an neuen Fahrplänen um das Chaos zumindest zu lindern.

 

Umgehend wird mit einer zumindest Teilabrissplanung der gefährdeten Brückenteile begonnen, um zumindest um die Sperrungen für den Nahverkehr beenden zu können.

OB Steinruck:

Der Erste, der Zeit hat und den Abbruch vornimmt, bekommt den Zuschlag. Insofern sind wir kurz vor dem Abriss.

 

Außerdem soll der lange geplante Abriss der Hochstraße Nord verschoben werden, der eigentlich für 2023 angesetzt war. Um die Standsicherheit der ebenfalls maroden Hochstraße Nord zu gewährleisten, wird diese nun möglichst ertüchtigt und sehr engmaschig überwacht. Dennoch haben wir alle ein eher mulmiges Gefühl, und erwarten quasi täglich weitere Hiobsbotschaften...

 

9. Dezember 2019

Der Stadtrat hat heute einstimmig für den Abriss der Hochstraße Süd gestimmt.

Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck sagte, dass der Abriss bereits im Januar starten könnte. „Es muss schnell gehen, im Interesse der Menschen und der Wirtschaft in der Region“. Allerdings kommt nur ein Ersatzneubau in Frage, ein Tunnel oder eine ebenerdige Straße würden ein jahrelanges Planfeststellungsverfahren nach sich ziehen. Dies würde bis zu 15 Jahren dauern und scheide daher aus.Auch die Finanzierung sei gesichert.

 

Hier kann aus verständlichen Gründen nur ein kurzer Abriss der Problematik erfolgen. Genauere und zeitnahe Infos gibt es unter https://www.ludwigshafen-diskutiert.de/

 


 

Abriss Friedrich-Engelhorn-Haus

 

Des weiteren hat die BASF damit begonnen, das Friedrich-Engelhorn-Haus, welches ebenfalls in die Jahre gekommen ist und unter Denkmalschutz stand, abzureißen. Das markante Gebäude wird im Stadtbild sicher ebenfalls fehlen.

 

 

Mittlerweile haben wir Ende Dezember, die Abrissarbeiten sind planmäßig abgeschlossen, das Friedrich-Engelhorn-Haus Geschichte.

Wie wir Ludwigshafener es gewohnt sind, richten wir den Blick nach vorne...

An Stelle des 102 Meter hohen Wahrzeichens wird ein mindestens 75 Meter hohes, modernes Bürogebäude mit viel Glas entstehen. Der Baubeginn ist frühestens 2016 geplant.

 

Update August 2015: Der geplante Neubau wird laut BASF auf unbestimmte Zeit verschoben...

 


 

Abriss "Tortenschachtel"

 

Auch wird gemunkelt, dass die den  Berliner Platz prägende "Tortenschachtel",  ein weiteres markantes, aber in die Jahre gekommenes Wahrzeichen, bald aus dem Stadtbild verschwinden wird.

 


 

Der Abriss steht mittlerweile fest, ist für 2015 geplant. Die Timon Bauregie mit Sitz in Ettlingen, die im vergangenen Jahr das leer stehende Gebäude erwarb, teilte mit: Statische Untersuchungen haben ergeben, dass sich eine Sanierung des Gebäudes nicht mehr lohnt.

 

 

Mittlerweile haben wir August 2015, der Abriss der Tortenschachtel ist in vollem Gange und soll im nächsten Monat seinen Abschluss finden...

 


 

Zuschlag für den Neubau erhielt das Büro RKW Rohde Kellermann Wawrovsky, Düsseldorf.

Der größere Gebäudeteil wird insgesamt 14 Geschosse haben, 52 Meter hoch sein und somit die "Tortenschachtel" um das Dreieinhalbfache überragen, der kleinere Komplex hat sechs bis sieben Etagen. Wohnungen, Büros und hochwertige Geschäfte sollen dort einziehen.

 

Den Siegervorschlag der Neubebauung des Berliner Platzes kann man hier anschauen.

 


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Wir schreiben nun Dezember 2016, auf dem Berliner Platz klafft weiterhin eine Baulücke. Die Verwirklichung des neuen Bauprojekts, welches nach einer Umfrage von den Ludwigshafenern "Metropol" getauft wurde, verzögert sich weiter...

Stimmen werden laut, die die Notwendigkeit des neuen Gebäudes anzweifeln, derweil die Innenstadt weiter ausblutet.

Einstweilen genießen die Ludwigshafener die freie Sicht und Großzügigkeit des Berliner Platzes, besonders da das neue Gebäude, wenn es denn irgendwann einmal kommt, mit 67 Metern höher ausfallen soll als anfangs geplant......

 

Metropol oder kein Metropol -

 

- das ist hier die Frage, die wir uns so langsam alle stellen...

Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2017, es ist kurz vor Ostern.  Genau da, wo dieses neue Hochhaus gerade Richtung Himmel wachsen sollte, gähnt ein Loch.

Seit September 2015  ist unsere "Tortenschachtel" Vergangenheit, auch der letzte Mensch in und um Lu hat jetzt wohl verstanden dass da etwas schiefläuft.

Der Baustart wurde mehrmals verschoben, das ganze Projekt wechselte im Januar diesen Jahres den Besitzer. Investor Tetzner ist mittlerweile ebenso wie auch der neue Eigentümer, eine irische Investmentfirma, für Nachfragen nicht oder doch so gut wie nicht erreichbar.

Wir sind gespannt... 

 

Neue Pläne...

 

Investor Günther Tetzner arbeitet nun mit dem Unternehmen Pegasus Capital Partners (Erlangen) zusammen, das sich unter anderem um die Finanzierung des Projekts kümmern soll.

Statt einem Gebäude mit zwei Türmen soll das „Metropol“-Hochhaus jetzt mit zwei voneinander getrennten Gebäuden umgesetzt werden. Die neuen Pläne hatTetzner kürzlich bei einer Pressekonferenz vorgestellt. An den Höhen der beiden Gebäudeteile (24 und 67 Meter) ändert sich nichts.

Ins Erdgeschoss soll Einzelhandel einziehen, oben Wohnungen, Büros und ein Hotel.Erfreulicherweise soll uns der Platanenhain erhalten bleiben, eine Tiefgarage für mit 130 Stellplätzen wird stattdessen unter dem Gebäude gebaut.

Geplanter Baustart: Mai 2018...

 

Und so soll es mal aussehen...

Never ending story...

 

Update Februar 2018:

Auch der Baustart Mai 2018 ist nicht zu halten, er wird erneut verschoben -  auf Ende 2018. Zetzner hat angekündigt für das Vorhaben neue Investoren vorzustellen.

 

Update Mai 2018:

Nichts Neues auf der Baustelle. Die Stadt will den Druck auf den Investor erhöhen, endlich mit den Bauarbeiten zu beginnen.

 

Update September 2018:

Der Stadtrat stimmt nach Beratung hinter verschlossenen Türen dafür, dem Projekt noch eine letzte Chance zu geben, unverständlich für viele Bürger. Bis zum Ende des jahres soll nun endgültig ein schlüssiges Konzept her.

 

Update Mitte Dezember 2018:

Mit großer Mehrheit stimmte der Stadtrat am 10. Dezember 2018 zur Verwunderung der Bürger für die Fortsetzung der Projektplanungen, dessen Aufhebung im September im Raum gestanden hatte. 

 

Irgendwie muss dieser Herr Tetzner doch sehr überzeugend sein...

 

Update Mitte Januar 2019:

Es tut sich was, zumindest in der Planung...

In das Projekt  fließt frisches Geld. Günther Tetzner will jetzt mit der Münchner Firma TE versuchen das Hochhaus zu bauen. Die Bayern glauben an das 70-Millionen-Projekt und werden künftig das Sagen haben. Als Baustarttermin wird März 2020 genannt, Fertigstellung 2023.

Geplant sind zwei 67 und 29 Meter hohe Türme mit über 180 Hotelbetten, Büros, Gastronomie und Arztpraxen. 332 Parkplätze sind dafür vorgeschrieben.

 

Erste Proteste lassen verständlicherweise nicht auf sich warten:

Beim Berliner Platz gibt es einen Platanenhain, als einziges 'Grün'. Auf diesem planen die neuen Planer, das Architekturbüro RKW aus Düsseldorf, ein bis zu vierstöckiges „Multifunktionshaus“ bauen, welches u.a. einen Großteil der für das Projekt geforderten Parkplätze beiten soll. Die Platanen sollen an einen anderen Platz versetzt werden.

 

Update Dezember 2019:

Noch immer Stillstand beim Bauprojekt als solches. Die neue Planung des Investors, eine zweistöckige Tiefgarage unter dem Platanenhain zu bauen und die 60 Bäume solange auszugraben, zwischenzulagern und nach Abschluss der Bauarbeiten, wieder einsetzen zu lassen, findet Zuspruch bei den Entscheidungsträgern.

Die Problematik der einsturzgefährdeten Hochstraße Süd wird das Projekt aber ganz sicher zumindest weiter verzögern.

 

Wird fortgesetzt.

 


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Veränderungen

 

Deutschland hat gewählt - Ludwigshafen auch.

Angegliedert an die Bundestagswahl im September 2017 haben wir Ludwigshafener auch ein neues Stadtoberhaupt bestimmt: Das Oberbürgermeisteramt bleibt in weiblichen Händen.

Frau Jutta Steinruck (SPD), ein waschechtes Ludwigshafener Mädel, setzte sich sehr deutlich gegen ihren Konkurrenten Peter Übel (CDU) durch. 

Jutta Steinruck hat viel vor und sie tritt auch kein leichtes Erbe an. Es gibt viele 'Baustellen', angefangen bei unseren maroden Hochstraßen, dem immer noch gähnenden Loch im Berliner Platz bis hin zur überholungsbedürftigen Fußgängerzone. Viele Geflüchtete haben bei uns Zuflucht gefunden, die Integration der Menschen kostet Zeit und Geld. Chronisch leere Kassen machen es ihr sicher nicht leichter...

 

Ganz viel Glück im neuen Amt, liebe Frau Steinruck!

 

Näheres über das Arbeitsprogramm unserer neuen OB könnt ihr hier nachlesen...

 

 

Wir brauchen Mut

Ich glaube an die riesigen Chancen unserer Stadt. Wir müssen nur endlich alle Kräfte bündeln und auch mal etwas wagen. Es geht um drei Buchstaben:
M-U-T – Mut!

 

Jutta Steinruck

 

 

 


 

Ein neues Polizeipräsidium

 

Mit ihren Unterschriften unter den Kaufvertrag für das Baugrundstück haben Finanzstaatssekretär Dr. Weinberg und Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck am Freitag, 2. Februar, die Voraussetzungen zum Bau des neuen Polizeipräsidiums im Zentrum von Ludwigshafen geschaffen. Das Land erwarb von der Stadt eine 4.358 Quadratmeter große unbebaute Fläche an der Heinigstraße nördlich der Hochstraße Süd.

 

Mittlerweile wurden die Sieger-Entwürfe des Architektenwettstreits für das neue Gebäude im Info-Center der GAG in Lu vorgestellt. Der Entwurf des Architektenbüros Prof. Tobias Wulf aus Stuttgart landete ganz vorne. Gar nicht so einfach, sind doch 450 Arbeitsplätze auf 9100 Quadratmeter Nutzfläche unterzubringen. Das Grundstück darf nur maximal zehn Stockwerke hoch gebaut werden.

 

 

 

 

 

 

Und so könnte das neue Präsidium einmal aussehen...


 

Abriss des Gebäudekomplexes Bismarckstraße 70-74

 

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG möchte an dieser Stelle eine moderne Wohn- und Geschäftsanlage bauen.

Wir sind gespannt...


 

Abriss ehemaliges C&A-Gebäude Wredestraße


 

 

 

 

 

Mit dem Abriss wird Platz geschaffen für einen neuen Firmensitz der Pfalzwerke. So soll dieser nach der Fertigstellung einmal aussehen.


Etwas andere Blicke auf unsere Stadt sind hier zu sehen:


 

Ob wir uns auf einer Scheibe oder einer Kugel bewegen,
spielt keine große Rolle.

Unsere Möglichkeiten sind in beiden Fällen unendlich.

Werner Bethmann

 


 

Zusammen mit unserer Fotogruppe hatten wir in diesem Jahr die Möglichkeit unsere Stadt mal "von ganz weit oben" zu fotografieren, nämlich vom Dach des Rathauscenters aus. Eine tolle Gelegenheit, die wir uns nicht entgehen lassen wollten.

Vielen lieben Dank an dieser Stelle nochmal an Herrn Jurkat, der uns diesen Ausflug in luftige Höhen ermöglicht hat!

 

 

Wir sichern und die Heimat nicht durch den Ort wo,

sondern durch die Art, wie wir leben...

 

Baron von Örtzen

 


 

Und wieder geht es hoch hinaus, diesmal haben wir das Zollhof-Hochhaus erklommen. Auch von hier oben eröffnen sich tolle Aussichten auf unsere Stadt...

 

 

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