Ludwigshafen, hier sind wir daheim

Wie schön ist es, eine Heimat zu haben und eine Heimat, mit der man durch Geburt, Erinnerungen und Liebe verwachsen ist.

 

Bismarck

 

Die einzelnen Stadtteile und ihre Grünzüge:

 

- wird weiter ergänzt -

Einen guten Überblick über die verschiedenen Stadtteile in Tabellenform gibt's auch hier

 



Lu im Wandel der Zeit

 

Ab 1820 entstand auf dem Gelände der ehemaligen Rheinschanze eine private Handelsniederlassung mit künstlichem Hafenbecken, die im März 1843 zu Ehren von König Ludwig von Bayern, in Ludwigshafen umbenannt wurde.

Bereits 1852 verlieh König Maximilian II. Ludwigshafen die Rechte einer Gemeinde.

Am 8. November 1859 wurde die Gemeinde Ludwigshafen dann zur Stadt erhoben und wuchs durch die Eingemeindung der umliegenden Dörfer schnell.

Die Konzession zur Ansiedlung der BASF wurde 1865 erteilt, was wesentlich zum

Aufstreben der jungen Stadt beigetragen hat. Nicht immer war diese Nachbarschaft unproblematisch,

etliche schwere Explosionsunglücke kosteten viele Menschenleben, zuletzt Ende Oktober 2016. Vier Menschen mussten ihr Leben lassen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Ludwigshafen zusammen mit Mannheim mit seinen kriegswichtigen Industrien einer der am meisten bombardierten Ballungsräume in Süddeutschland. Über 80 Prozent der Bebauung im Innenstadtbereich wurden durch die124 zum Teil verheerenden Luftangriffe völlig zerstört, darum sucht man hier Altes meist vergebens. Auch vom Rheinhochwasser wurde und wird Ludwigshafen samt seinen Stadtteilen immer

wieder heimgesucht.

Heute hat Die Stadt eine Fläche von 77,68 km², die für 161.518 Menschen verschiedenster Nationalitäten ein Zuhause sind. Damit ist sie nach Mainz die zweitgrößte Stadt der Pfalz. Die Kirchenlandschaft ist ebenso bunt wie die Bevölkerung, alle denkbaren Schulformen sind vorhanden, ebenso Krankenhäuser, Museen, Theater, Einkaufszentren und Kinos, kurzum, die Infrastruktur lässt kaum Wünsche offen.

Am 25. Mai 2009 erhielt Ludwigshafen den von der Bundesregierung verliehenen Titel

„Ort der Vielfalt“.

Wie nahezu jede Stadt und Gemeinde Deutschlands muss sich auch Ludwigshafen neuen Herausforderungen stellen. Viele Tausend Flüchtlinge streben ins Land, alle müssen menschlich untergebracht, versorgt und integriert werden, eine fast unlösbare Aufgabe nicht nur für Lu. Die Stadt und die überwiegende Mehrzahl ihrer Bürger tuen ihr Möglichstes die Menschen in Empfang zu nehmen und ihnen Dach überm Kopf zu schaffen.

 


 

Ohne Heimat sein heißt leiden

 

Fjodor Michailowitsch Dostojewskij


Stadtansichten

 

Industrie, Chemie, hässlich, grau und wenig liebenswert...So wird Ludwigshafen oft tituliert und empfunden und doch gibt es hier ganz viel zu entdecken.

Hervorgegangen aus der Rheinschanze wurde am 8. November 1859 die Gemeinde Ludwigshafen zur Stadt erhoben und entwickelte sich nicht zuletzt durch die Ansiedlung der BASF rasant. Bereits 1925 überschritt die Einwohnerzahl die 100 000 und wurde somit zur Großstadt.

Historische Schlösser und Gemäuer sucht man bei uns hier zwar vergebens, jedoch entwickelt und verändert die Stadt noch ständig ihr Gesicht, wie das halt in der Jugend so ist, auch bei Städten.

Geschichte die teilweise bis ins Jahr 700 zurückreicht, finden wir in nahezu allen Stadtteilen, ebenso ganz viel Natur. Parks, Altrheinarme, Auenflächen, Tier- und Vogelparks, ein gut ausgebautes Radwegenetz und auch viele Feste laden dazu ein, Stadt und Umland zu entdecken.

Oder kommt einfach mit uns auf Fototour...

 

Unsere Mitte

 

Die "Mitte" von Ludwigshafen setzt sich zusammen aus den Stadtteilen Südliche Innenstadt und Nördliche Innenstadt. 18285 Menschen sind in Süd daheim, sie finden hier, wie auch in der nördlichen Mitte, eine prima Infrastruktur vor. Die Wege sind kurz, man wohnt hier, wie der Name schon sagt, mitten in der Stadt.

Das Polizeipräsidium  Ludwigshafen am Rhein seinen Sitz in der südlichen Innenstadt, ebenso Finanzamt, das Gesundheitszentrum Lusanum und die Pfalzwerke. Das Südweststadion befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Umgebung.

Der Ludwigshafener Stadtpark auf der "Parkinsel" bietet Platz zur Erholung und alljährlich im Sommer die Möglichkeit der geistigen Erquickung durch das Festival des deutschen Films und das Kulturfestival "Inselsommer".

Die Nördliche Innenstadt unterteilt sich nochmals in Hemshof, Stadtteil Nord und West, wobei der Hemshof auch gerne als "Altstadt" von Ludwigshafen bezeichnet wird und "West" einen eigenen Stadtteil bildet (beide werden hier auch gesondert behandelt).

 

Natur und Naherholung in Lu, der Hack-Museumsgarten

 

Freizeitspaß, Kultur, Musik, Begegnung mit Fremden und Freunden, gemeinsam gärtnern, Feste feiern, all das und vieles mehr, dafür steht der Hack-museumsgARTen. Hier wird Gemeinschaft und Integration gelebt, Freundschaften wachsen und gedeihen.

Die Mitglieder der Gärtnergemeinschaft sprudeln vor Ideen, wie diese Innenstadtoase ständig verschönert werden kann, jeder bringt sich ein ohne Zwang. Musikevents und Grillfeste runden das Programm ab.

Langweilig ist es nie im MuseumsgARTen, jedoch finden auch ruhe- und erholungssuchende Geister hier verwunschene, ruhige, grün umrankte Ecken zum Entspannen, mitten im Herzen unserer Stadt.

Es gibt einen Blog mit vielen Fotos, der über das Geschehen im Hackgarten informiert, http://hackmuseumsgarten.blogspot.de/

auch bei Facebook ist er vertreten.

www.facebook.com/Hackgarten

 

Die Pfingstweide - nördlichster und jüngster Stadtteil

 

 Im September 1967 begannen die Bauarbeiten nach den Plänen des Architekten Albert Speer auf der in früherer Zeit ständig überschwemmten, erst nach Pfingsten nutzbaren Viehweide, die dem Stadtteil ihren Namen gab. Bis in die achtziger Jahre entstanden hier ca. 2800 Wohnungen, gebaut von der städtischen Baugesellschaft GAG und der BASF- eigenen Baugesellschaft LUWOGE und schon hatte Ludwigshafen seine erste und bislang einzige Trabantenstadt. Schön war sie nicht, aber dennoch entwickelte sich hier ein reges Vereinsleben, eine Grundschule wurde gebaut und ein Einkaufszentrum.
Wegen schwindender Einwohnerzahlen wurde im Jahr 1996 die Aktion" Unsere Pfingstweide soll attraktiver werden" ins Leben gerufen, die auch einiges bewirkt hat.
Momentan leben hier ca. 6500 Menschen verschiedenster Nationalitäten zusammen.
Ein Ärztehaus wurde neu gebaut, das" Haus Noah" bietet älteren Pfingstweidlern Hilfe und doch viel Eigenständigkeit, es gibt reichlich Kindergärten und der Stadtteil ist gut an öffentliche Verkehrswege angebunden.
Viele Menschen haben inzwischen ihre Wohnungen von den Baugesellschaften gekauft und fühlen sich hier durchaus wohl.

 

Natur und Naherholung in Lu, das Schleusenloch

 

Ganz oben im Norden unserer Stadt findet sich dass Biotop "Schleusenloch". Entstanden ist dieses versteckte Kleinod auf Initiative des vogelkundlichen Arbeitskreises der Volkshochschule Ludwigshafen unter Regie der Stadtverwaltung. Einige Äcker und eine bislang unschöne Kiesgrube bildeten die Grundlage, mit finanzieller Unterstützung des Landes, einigen Industrie-und Wirtschaftsgebieten und vor allem Muskelhypotheken vieler Naturliebhaber entstand auf einer ungefähr acht Hektar großen Fläche ein sehr schönes, naturbelassen anmutendes Rückzuggebiet für viele Tier-und Pflanzenarten. Gepflegte Spazierwege führen vorbei an Brombeerhecken und saftigen grünen Wiesen und lassen eine sacht ordnende Hand vermuten. Besonders idyllisch und stellenweise wildromantisch wirkt der kleine Weiher, klares Wasser gibt es hier, Fische kommen bis dicht ans Ufer. Seerosen wollen mit ihren Blüten Mensch und Tier erfreuen, so mancher kleine Frosch und Libellchen oder Schmetterling ruhen sich auf den Blättern aus.
Kaum zu glauben ist die unmittelbare Nähe der Schnellstraße und des Industriegebietes Nachtweide, auch die Hochhäuser der Pfingstweide scheinen zum Greifen nah. Industrie, Natur und Wohnraum liegen hier dicht beisammen und ergänzen sich mittlerweile zu einem angenehmen Lebensumfeld nicht nur für uns Menschen.

Edigheim - kleines Dorf ganz groß

 

 Weit oben im Norden unserer Stadt liegt auf ca. 3,3 Quadratkilometer schönster Auenfläche das ehemalige Fischerdörfchen Edigheim, meine Heimat.
Wahrscheinlich schon im 5. Jahrhundert gegründet, wurde es als "Otincheim" erstmals im Jahr 772 im Lorscher Kodex erwähnt.
Edigheim hat eine wechselvolle und stürmische Vergangenheit, es wird sogar mit der Ermordung Siegfrieds von Hagen als Tatort in Zusammenhang gebracht. Alemannen, Franken, die Pfalzgrafen und später (um 1300) waren sogar die Ritter von Metz hier die Ortsherren, nicht unerwähnt sollen auch die Herren von Oberstein bleiben,an die auch noch ein Straßenname erinnert, auch bayrisch waren wir schon. Kriege, unzählige Überschwemmungen und nicht zuletzt die schwere Explosion 1921 im Werk Oppau brachten das Dorf immer wieder an den Rand der Zerstörung, jedoch lebte hier schon immer ein zäher Menschenschlag, der sich nicht unterkriegen ließ. Seit 1938 gehören wir "Edigumer" offiziell zu LU und die Bevölkerung ist auf ca. 8400 Menschen angewachsen.
Der alte Wasserturm, erst kürzlich frisch renoviert, erfüllt seit 1890 seine Bestimmung als schönes Wahrzeichen, ebenso wie der "Zwiebelturm" der ev. Kirche. Einen Spitznamen haben wir auch hier, man nennt uns gern die "Edegummer Schlowacke". Das hat seinen Ursprung aus den Jahren 1773 bis 81, zu dieser Zeit ließ Kurfürst Karl Theodor den Frankenthaler Kanal bauen, damals hatten wir hier viele Fremdarbeiter aus Osteuropa, die den hübschen Edigheimer Mädels so manches kleine "Andenken " hinterließen.
Heute gibt es hier eine sehr gute Infrastruktur, am Ort finden sich alle Schulformen,neuerdings zusammengeschlossen zu einer Gesamtschule, ausreichend Kindergärten, einige gemütliche Lokale, diverse Arztpraxen sowie zwei schöne Kirchen. Ebenso haben wir hier ein reges Vereinsleben, über eine Arbeitsgemeinschaft mit unseren Nachbargemeinden werden einige tolle Feste und auch unser Fasnachtsumzug organisiert.
Es läßt sich durchaus gut hier leben.

 

Frühmorgendliche Stimmung

 

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Natur und Naherholung in Lu, Gehlen - und Stricklerweiher

 

Nur wenige Gehminuten vom Ortsrand Edigheims entfernt liegt, eingebettet in Felder und Wiesen ein wunderschöne Zone mit zwei kleinen Seen, Strickler-und Gehlenweiher. Beide entstanden, wie viele andere in unserer Gegend, durch Kiesabbau. Schon seit den Siebziger Jahren sind beide Weiher unter der Obhut unserer Angelsportvereine, was der schwellenden Natur hier nur guttut.
Der größere von beiden, der "Strickler" hat eine Fläche von ungefähr 5,6 Hektar und eine Tiefe von ca. elf Metern. Hier gibt es auch eine große Liegewiese unter mächtigen Bäumen, die rege von uns Edigheimern und unseren Gästen genutzt wird.
Der "Gehlen" ist 2,3 Hektar groß, etwa fünfzehn Meter tief und bleibt zur Gänze den Tieren, Pflanzen und Anglern vorbehalten. Verwunschene, enge Pfade führen hinunter zu den Ufern und gewähren Einblicke in eine andere Welt fernab von Stress und Hektik. Hier mache ich Bekanntschaft mit kleinen Fischen, unzähligen Insekten und einer Schwanenfamilie, die mich, so hat es zumindest den Anschein, zum Spielen einlädt.
Beide Weiher sind umgeben von schönen Spazier-und Radwegen, auch etliche Bänke laden zu einer Rast ein. Wäre da nicht in der Ferne mal ein Schornstein zu sehen oder ein Hochspannungsmast, würde mir kaum jemand glauben noch in Ludwigshafen zu sein...

 

Maudach, Dorf am Schlammwasser

 

Westlich vom Stadtzentrum Ludwigshafens liegt auf einer Fläche von gut 6,2 km² der Ort Maudach. Schon Funde aus vorgeschichtlicher Zeit deuten auf eine Ansiedlung hier hin. Erste Erwähnung im Lorscher Kodex findet Maudach jedoch erst im Jahr 770 als Mudahen, was übersetzt soviel heißt wie Ort am Schlammwasser. Eine Rheinschlinge war damals schon verlandet und bildete ein Moor und Sumpfgebiet, indem von den Einwohnern auch Torf gestochen wurde. Ein Denkmal im Ort erinnert an diese Zeit. Heute ist das Maudacher Bruch, welches direkt an den Ort angrenzt ein Naturschutz- und Naherholungsgebiet (siehe auch Artikel "Romantisches Bruch" hier im Forum). Archäologische Funde zeugen von der Anwesenheit verschiedenster Herren, Römer, Franken, Salier, verschiedene Bischöfe und etliche andere. Sogar ein Raubritter ( Heinrich von Ruprechtsberg) trieb hier im 13. Jahrhundert sein Unwesen und seit ca. 1770 gibt es hier auch ein hübsches Schlösschen. In früherer Zeit betrieben die Menschen hier Weinbau, sogar die Zucht von Seidenraupen wurde versucht, jedoch wieder aufgegeben, die Maudacher nutzten das Luxusgut Seide nicht. Eine Choleraepidemie im Jahr 1867 sorgte dafür, daß das Dorf lange Zeit gemieden wurde. Danach jedoch verbesserten sich mit zunehmender Industrialisierung die Lebensumstände der Menschen ständig. 1938 erfolgte die Eingemeindung von etwa 2800 Maudacher Einwohnern nach Ludwigshafen, deren Zahl auf mittlerweile auf über 7000 angewachsen ist.
Heute gibt es in Maudach eine sehr gute Infrastruktur mit etlichen Vereinen, Schulen, Ärzten, Kirchen beider Konfessionen und guter Verkehrsanbindung, wenn auch der "feurige Elias" nicht mehr fährt...

 

Natur und Naherholung in Lu, Maudacher Bruch

 

Ausblick vom Michaelsberg                                                                                                        ein Klick, der sich lohnt...

 

Wunderschöne, wildromantische und manchmal auch etwas unheimlich anmutende Ecken kann der aufmerksame Spaziergänger im Maudacher Bruch entdecken. In dem ehemaligen Sumpfgebiet, welches so langsam wieder an die einstige Moorlandschaft erinnert, gibt es durch konsequenten Naturschutz mittlerweile wieder eine reichhaltige Fauna und Flora. So wurden beispielsweise über 160 Vogelarten gezählt und es wachsen hier ungestört ganz viele verschiedene Bäume, Sträucher, Gräser und Stauden sowie viele kleine Blüher, z.B. Hornklee, Sumpf-Vergissmeinnicht, Felsennelke und viele andere. Wir Ludwigshafener nutzen das Bruch zum Spaziergang, Angeln, Radfahren oder Joggen, eben einfach als "grüne Lunge".

 

Auf dem Michaelsberg                                                                                                                            hier etwas größer

 

 

Oggersheim - Stadt in der Stadt

 

Blick nach Oggersheim                                                                                                      bitte klicken zur Vergrößerung

 

 

Der wohl größte und zugleich auch einer der ältesten Stadtteile von Ludwigshafen ist gewiß Oggersheim oder Agridesheim, wie es in früherer Zeit genannt und schon im Jahr 764 im Lorscher Kodex erwähnt wurde. Wahrscheinlich reicht aber der eigentliche Ursprung noch viel weiter zurück, schon um Christi Geburt gab es hier eine römische Straße von Italien bis zur Nordsee und große römische Landgüter, aus einem entstand dann wohl unser Agridesheim. Wie alle alten Dörfer in der Umgebung herrschten hier im Laufe der Jahre viele Herren, Salier, Pfalzgrafen, die Grafen von Leiningen, um nur einige zu nennen. Ebenso beherbergte es in seinen Mauern etliche berühmte Persönlichkeiten, einige waren hier geboren wie Franz Xaver Schädler oder Napoleon Seyfarth, andere wie Friedrich Schiller und Phillip Jakob Siebenpfeiffer wohnten und arbeiteten für eine Weile hier. Sogar ein Bundeskanzler, Herr Dr. Helmut Kohl ging aus den ehrwürdigen Oggersheimer Grenzen hervor, der ein Stückchen weite Welt hierherbrachte, indem er mitunter hohe Staatsgäste wie Bill Clinton, Boris Jelzin oder Margaret Thatcher in seinem Privathaus hier am Ort empfing.(Unsere Polizisten erinnern sich immer wieder gerne an die Zeiten der "Kohlwache").
Früher stand hier auch ein Schloss, bewohnt wurde es zuletzt von Elisabeth Auguste, Frau des Kurfürsten Karl Theodor. Jedoch gab es einen großen Brand im Jahr 1794, ausgelöst durch die französischen Revolutionstruppen. Die Wallfahrtskirche, wohl das berühmteste Bauwerk Oggersheims überstand das Feuer als einziger Teil der Anlage.
Zusammen mit vielen anderen Städten und Dörfern wurde Oggersheim 1938 zu Ludwigshafen eingemeindet. Es gibt eine sehr gute Verkehrsanbindung hier, viele unterschiedliche Schulformen, auch das "Kinderzentrum mit der Schule für Körperbehinderte", die Lebenshilfe und eine Gesamtschule sind am Ort vertreten ebenso wie zwei Krankenhäuser, wobei die BG-Unfallklinik einen weithin sehr guten Ruf besitzt besonders für Brandverletzte.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es im schön gestalteten Ortskern ebenso wie auf der grünen Wiese, westlich B9. Auch sorgen viele Gaststätten und sogar eine kleine Brauerei (Mayer) fürs leibliche Wohl und diverse Sportvereine dann für die nötige Bewegung. Fazit: Es läßt sich gut leben in Oggersheim, 23350 Einwohner können sich nicht täuschen!

 

Natur und Naherholung in Lu, Bruch - Oggersheimer Seite

 

Ein wunderschönes und verwunschenes Fleckchen Erde eröffnet sich den Oggersheimern und ihren Gästen auch im Maudacher Bruch, welches an ihre Ortsgrenzen stößt. Hier finden sich verträumte, kleine Seen, etliche Oggersheimer Vereine mit lauschigen Lokalen haben sich angesiedelt, aber auch der stressgeplagte Mensch, der nur Ruhe sucht, kommt hier voll auf seine Kosten.

 

Natur und Naherholung in Lu, die Melm

 

Ebenfalls durch Kiesabbau in früheren Zeiten entstanden ist der kleine Weiher "Melm" in Oggersheim/Notwende. Bis zum Jahr 2009 wurde er als Strandbad benutzt, ein mit Sand verfülltes Kinderplanschbecken sowie die Reste der Sprungtürme zeugen noch von der Vergangenheit.
Seit der Schließung des Naturbades aus Kostengründen verwildert das Gelände, was nicht ausschließlich schön aber auch nicht ganz schlecht ist. Unzählige Enten sind hier heimisch geworden und Pflanzen, die früher sicher nicht hier wachsen konnten. Im hinteren Teil des Sees hat Mutter Natur schon viel geleistet, auch im Bereich der ehemaligen Liegewiesen fühlt man sich eher auf einer Waldlichtung als in einem ehemaligen Strandbad. Der vordere Teil aber wirkt momentan leider eher vernachlässigt, zu stark beeinträchtigen die langsam verfallenden und sacht vor sich hin rostenden Zeugen des ehemaligen Badebetriebs das Bild. Sicher könnte man schon mit wenigen Mitteln diesen Eindruck mildern und mit Hilfe der Natur ein schönes Naherholungsgebiet gestalten. Heute schon nutzen Spaziergänger mit und ohne Hunde das Gelände, eine wissbegierige Kindergruppe aus der benachbarten Tagesstätte lernt hier viel Neues und auch die Schüler der angrenzenden Schule bringen sich hier mit Projekten ein.

 

 

Mundenheim

 

"Ich Umbrecht, schenke in Gottes Namen an den Heiligen Märtyrer Nazarius, dessen Körper im Kloster Lorsch ruht, wo der verehrungswürdige Gundelach Abt ist, ein Hofgut im Wormsgau in der Gemeinde Mundenheim zu ewigem Besitz.“ Dies sind die Worte der ersten Erwähnung Mundenheims im Lorscher Kodex vom 27. Juni 770.
Eigentlich ist Mundenheim jedoch wie die meisten unserer Stadtteile um vieles älter. Römer und Alemannen besiedelten diesen schönen Platz am Rhein schon weitaus früher.

Der Sage nach kam der Franke Mundo mit seiner Frau auf Landsuche den Rhein herauf. Als er das Hochufer emporstieg sah er eine Wiese mit Schlüsselblumen. Mundo war begeistert und sagte zu ihr:
„Lass uns hier einen Hof bauen, und dieser soll Mundinheim heißen; ein Schlüssel soll unser Wappen zieren.“
Auch Mundenheim hatte viele Herren, u.a. das Kloster Weißenburg, das Wormser St.Andreas-Stift, auch das Bistum Speyer war dabei.

Im pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Dorf komplett zerstört. Ab dem Jahr 1720 erlebte Mundenheim jedoch einen Aufschwung. 1770 kaufte Peter Emanuel Freiherr von Zedtwitz-Liebenstein hier ein großes Hofgut und 1771 auch den Rest des Dorfes. Heute erinnert noch das Hofgut-Gebäude und der Zedtwitz-Park am ehemaligen Mundenheimer Postgebäude daran.
Die französischen Revolutionsheere brachten 1794-97 erneut Zerstörung und Elend, ab 1798 war Mundenheim französisch, später bayrisch.
Äußerst widerwillig trat der Ort 1853 Teile seiner Gemarkung an die junge Stadt Ludwigshafen ab, zu der es 1899 nach hitzigen Verhandlungen ebenso widerwillig eingemeindet wurde.
Heute bietet Mundenheim auf einer Fläche von 4,25 km knapp 13 000 Menschen vieler Nationen ein Zuhause und kommt recht städtisch daher. Eine Grundschule sowie ein Schulzentrum mit allen weiterführenden Schularten bringt die Mundenheimer Jugend auf Kurs, die "Josefspflege" kümmert sich um die Senioren. Es gibt Kirchen beider Konfessionen, Sport treibt man im MSV oder VTV.
Das große und das kleine Kreuz sowie die alte Traditionsgaststätte "zum Schwanen" sind ebenso wie das Langemarck-Denkmal und der Zedtwitz-Brunnen über die Mundenheimer Gemarkungsgrenzen hinaus bekannt.
Nicht unerwähnt soll auch das Kinderkrankenhaus St. Annastift bleiben, hier werden die Ludwigshafener "Däumlinge" aufgepäppelt und auch größeren Kindern wird geholfen, schnell wieder gesund zu werden. Sogar ein Kinderheim, in dem man sich liebevoll der Waisen annimmt gibt es hier. Die Wege zu anderen Kliniken und Ärzten sowie in die Innenstadt sind kurz, auch per Bus und Straßenbahn gut erreichbar und tragen sicher dazu bei, daß sich die Menschen hier wohlfühlen.

 

 

 

Natur und Naherholung in Lu, große Blies

 

Die große Blies entstand Anfang des Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Anlage des Rangierbahnhofs und liegt auf Mundenheimer Gemarkung. Der See ist länglich-oval geformt, im nordwestlichen Bereich von einer Halbinsel und im Süden von einer Insel geprägt. Er ist circa 625 Meter lang und bis zu 250 Meter breit mit einer Wasserfläche von ca.8,3 Hektar. Die Wassertiefe beträgt circa 15 Meter.

Im Norden befindet sich eine Badestelle, in früheren Tagen ist hier ein gut besuchtes Strandbad gewesen. Südöstlich erstreckt sich die eigentliche Parklandschaft, im Süden hat sich eine Gaststätte angesiedelt. Am Westufer schlängelt sich der Weg an einigen stattlichen Trauerweiden vorbei und ein schmaler Schilfgürtel säumt das Ufer.  Im hinteren Bereich frönen Angler ihrem geruhsamen Hobby.Dieses beliebte Erholungsgebiet bietet Ruhe und ganz viel Natur fast mitten in der Stadt, zieht neben den Badegästen im Sommer auch ganzjährig viele Spaziergänger an.

Neben dem Stadtpark auf der Parkinsel ist die Blies das am nächsten bei der Innenstadt gelegene Erholungsgebiet und hat dadurch eine große Bedeutung für das Stadt-und Landschaftsbild. Dazu trägt neben der Wasserfläche auch der alte Baumbestand aus Pappeln und Weiden bei.

 

 

 

Natur und Naherholung in Lu, Kiefweiher

 

Bis in die 1930er Jahren gab es eine Ziegelei an der Stelle des heutigen Kiefweihers, ab den 1940er Jahren entstand dort ein Weiher, der seine heutige Gestalt etwa ab den 70ern bekommen hat.Das Gewässer ist misst 1.375 Meter in der Länge und an der breitesten Stelle 475, an der schmalsten nur 75 Meter. An der tiefsten Stelle hat man 14 Meter  Wasser unter sich. Erwähnenswert ist auch eine kleine Halbinsel südlich der alten Traditionsgaststätte "zum Weißen Häusl". Nur eine schmale Landzunge trennt den Kiefweiher vom Rhein, zu dem auch eine direkte Verbindung besteht, eine Besonderheit, die mitunter durchaus auch zu Verdruss führt. Hat der Rhein Hochwasser und tritt über die Ufer, gilt für den Kiefweiher dasselbe, sehr uum Leidwesen der Camper am Nord- und Südufer. Im Westen haben sich etliche Wassersportvereine angesiedelt, sogar ein kleiner Jachthafen ist vorhanden. 

 

 

 

Ruchheim

 

Etwa neun Kilometer vor den Toren unserer Stadt liegt das schöne ländlich geprägte Örtchen Ruchheim, welches im März des Jahres 1974 mit seinen damals etwa 4500 Einwohnern den Weg zu Ludwigshafen fand, sprich eingemeindet wurde. Somit ist es zu unserem jüngsten Stadtteil geworden. Jedoch hat der kleine Ort wie fast alle anderen Stadtteile auch eine sehr weit zurückreichende Geschichte.

Die erste Erwähnung im Lorscher Kodex findet sich schon um das Jahr 800 n. Chr. wo in lateinischer Sprache folgende Worte festgehalten sind: „In Christi Namen am 14. September im 3. Regierungsjahr König Karls übergebe ich, Imma, zum Heil meiner Seele dem hlg. Märtyrer Nazarius, dessen Leib im Kloster Lorsch ruht, als Geschenk die Hofstatt in Richinisheim im Speyergau mit Weiden und Wasserstellen, und bestimme dies durch Vertrag zum dauernden Besitz.

Der Name Richinesheim taucht auch im Jahr 895 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg auf. Etwa ab 1600 findet sich dann zum ersten Mal die heutige Schreibweise.

Die aus Basel stammende Familie von Russicon kaufte den Ort um1700 und baute das vorhandene kleine Wasserschloss im barocken Stil um. Bis heute ist davon noch das Wohnhaus sehr schön erhalten und auch restauriert. Auch gibt es noch Teile der Umfassungsmauer. Ein schöner Brunnen, für den der 1879 hier geborene Mundartdichter Paul Münch Namensgeber war, ziert den Platz vor dem Schlösschen.

Auf 6,61 Quadratkilometern Fläche liegt der Ort eingebettet in seine fruchtbaren Felder. Durch die Lage westlich von Ludwigshafen und im Schutz der Berge von Pfälzer- und Odenwald bleibt Ruchheim von den Industrieabgasen der Stadt Ludwigshafen ebenso verschont wie auch von kalten Ost-und Westwinden. Allerdings liegt der Ort so tief, dass viele Häuser wegen Grundwasserproblemen ohne Keller gebaut wurden, auch der Friedhof wurde ca. einen Meter hoch mit Muttererde aufgefüllt.

Angebunden an die Stadt wird Ruchheim durch eine Buslinie und die Rhein-Haardtbahn. Es gibt eine Grundschule sowie zwei Kindertagesstätten für die Kleinsten. Evangelische und katholische Kirchengemeinden

kümmern sich um das geistige Wohlergehen der auf mittlerweile auf über 6000 Seelen angewachsenen Gemeinde. Für Bewegung sorgen der SVR (Sportverein-Ruchheim) sowie der TVR (Turnverein-Ruchheim).

Auch gesungen wird hier gerne, entweder im Gesangverein 1862 oder in der Chorgemeinschaft Ruchheim 1975.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch der „Leuchtfeuerhof“, der eine Reitschule beherbergt.

Die Ruchheimer drücken die Zugehörigkeit zu ihrem Ort gerne durch den viel zitierten Spruch „Zwei Stunden

vom Gebirg und zwei Stunden vom Rhein ist gut sein“ aus.

 

 

 

Von oben herab...

 

- betrachten konnte man unsere Stadt kürzlich von einem ca. fünfzig Meter hohen Riesenrad aus, welches während der Advents-und Weihnachtszeit den Platz Der Deutschen Einheit vor der Rheingalerie zierte.

 

 

Auch vom "Monte Scherbelino" beim Frankenthaler Strandbad aus hat man eine schöne Sicht besonders auf unsere nördlichen Stadtteile.

 

Rundsicht                                                                                                                                             hier noch größer...

Im Schatten der BASF                                                                                                                           Großansicht hier

 

 

Einen weiteren tollen Rundblick genießt man von einem Hochhaus der Edigheimer Kranichstraße aus...

 

 

 

Hier geht's zur Großansicht

 

 

Lu bei Nacht

 

Auch im Dunkeln kann man dieser Stadt durchaus schöne Seiten abgewinnen, besonders um die Weihnachtszeit, wenn der Lichterzauber die Fußgängerzone

adelt...

 

 

Das Lichtermeer der BASF, welches nie verlöscht, ist immer eine Augenweide.

 

 

 Immer wieder schön, besonders wenn man es noch größer betrachtet...

                                                                                                                                                                                      

Rheingönheim

 

Ganz weit im Süden von Lu finden wir den Ort Rheingönheim, mit seinen rund 8000 Menschen, die sich hier auf auf ca. 11 Quadratkilometern schönster Auenfläche häuslich eingerichtet haben.

Schon unter Kaiser Claudius gab es hier ein römisches Kastell zur Sicherung des Flussübergangs und der Neckarmündung. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 831 und findet sich im goldenen Buch der Abtei Prüm.

Zusammen mit den meisten anderen Stadtteilen wurde das Dorf 1938 zu Ludwigshafen eingemeindet.

Weiterhin erwähnenswert wäre ein Kriegsgefangenenlager der Amerikaner im Jahr 1945. Ein Gedenkstein erinnert noch heute daran.

Auch in heutiger Zeit lässt es sich schön und ruhig wohnen in Rheingönheim. Kindergärten, eine Grundschule, Kirchen beider Konfessionen, praktizierende Ärzte und einige Vereine machen das Leben hier angenehm. Hobbyschützen und Reiter kommen ebenso wie Karnevalisten voll auf ihre Kosten. Einmal jedes Jahr richten die zahlreichen örtlichen Vereine ein schönes Straßenfest aus, das bis weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt ist. Die Menschen hier sind zu recht stolz auf ihr Dorf und pflegen ein intaktes, reges öffentliches Leben. Ganz nah am Ortsrand befindet sich der Eingang zum Wildpark, wo große und kleine Menschen gerne mit allerlei Tieren Kontakt und Erholung suchen.

 

 

 

Natur und Naherholung in Lu, Wildpark Ludwigshafen-Rheingönheim

 

Zwischen Rheingönheim und Neuhofen liegt der Wildpark Ludwigshafen. Hier im Auwald hat man seit 1963 zahlreiche europäische Wildarten in einer für sie typischen Umgebung angesiedelt. In den Gehegen sind unter anderem Wisente, Auerochsen, Rothirsche, Wildschweine, Luchse und Wildkatzen zu daheim. Das Luchsgehege wurde 1980 erbaut. Im selben Jahr wurden auch die ersten Luchse hier angesiedelt. Sehr zur Freude unserer Kinder gibt es einen kleinen Streichelzoo, hier knüpfen viele erste Kontakte zu Häschen, Meerschweinchen und Co. Außerdem wurden hier über 300 Pflanzenarten und 95 Vogelarten registriert.

Es gibt einen Förderverein hier bei uns, der sich sehr für die Belange und den Erhalt des Parks einsetzt, über Flora und Fauna informiert, vielfältige Aktivitäten und Programme anbietet die das Verständnis für die Natur und ihre Tiere wecken und erhalten sollen bei großen und kleinen Menschen.

 

 

 

Die Ludwigshafener Gartenstadt

 

„Eine Gartenstadt ist eine planmäßig gestaltete Siedlung auf wohlfeilem Gelände, das dauernd im Obereigentum der Gemeinschaft gehalten wird, derart, dass jede Spekulation mit dem Grund und Boden unmöglich ist. Sie ist ein neuer Stadttypus“ , so beschrieb einst Carl Eicher seine Vision, Familien Wohnraum zu schaffen, umgeben von Gärten, die sie bewirtschaften können, abseits der bisher üblichen Mietskasernen. (Quelle Wikipedia)
So gründeten 16 Bürger am 1. Dezember 1909 die „Baugenossenschaft Gartenstadt - Ludwigshafen e.G.“ Erster Spatenstich zum neuen Stadtteil Gartenstadt erfolgte am 14. April 1914 in der Wachenheimer Straße, gegen Ende des selben Jahres konnten bereits die ersten Familien einziehen. Der Ausbruch des ersten Weltkrieges verhinderte jedoch vorläufig das Wachsen der kleinen Siedlung. Im Vergleich zu den Stadtteilen Nord und Süd waren die Verhältnisse hier paradiesisch. Kein Fabrikdunst und keine grauen Hinterhöfe. Die Kinder lebten in dieser Umgebung auf. Lang war allerdings der Weg zur Schule. Bis nach Mundenheim mussten die Kinder zweimal täglich laufen. Erst ab 1917 gab es eine Haltestelle der Ludwigshafener Lokalbahn. Durch Viehhaltung und Nutzung der Gärten wurde der Speiseplan in den Kriegs- und Nachkriegsjahren verbessert. Eigene Einkaufsmöglichkeiten standen der Siedlung aber noch nicht zur Verfügung. Bäcker, Metzger, Doktor und Behörden befanden sich in Mundenheim.
Nicht zuletzt durch Spenden von Fritz Raschig und der BASF konnte die Bautätigkeit schließlich 1919 wieder aufgenommen werden.
Die Ludwigshafener Gartenstadt gliedert sich heute in Hochfeld und Niederfeld, sowie Ernst-Reuter-Siedlung und erstreckt sich auf einer Fläche von 4,17 Quadratkilometern zwischen Maudach und Mundenheim. Knapp 17 800 Menschen sind mittlerweile hier daheim. Sie finden eine gute Infrastruktur vor, es gibt drei katholische und drei evangelische Kirchen, Einkaufsmöglichkeiten vor Ort sind ebenso vorhanden wie diverse Ärzte und sogar ein angesehenes Krankenhaus. Die Kinder müssen auch nicht mehr so weit zur Schule laufen, es gibt mehrere Grundschulen sowie auch eine Gesamtschule vor Ort, ebenso existieren einige Vereine, wo Groß und Klein, Alt und Jung sich zwecks gemeinsamer Freizeitgestaltung treffen können.
Breite, großzügige Straßen prägen das Ortsbild ebenso wie die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude des roten und des grünen Hofes. Schauen wir da hinein, lernen wir zu verstehen, warum die Menschen sich in der Gartenstadt wohlfühlen.

 

 

 

Oppau - Vom Bauerndorf zur Industriegemeinde

 

Blick nach Oppau                                                                                                                   hier klicken zur Großansicht

Bereits im Jahr 808 wird Oppau erstmals im Lorscher Kodex erwähnt.Ein kleines Bauern-und Fischerdorf, welches durch seine Lage nahe am Rhein viele Überschwemmungen erleben mußte,die wohl Schlimmste 1883, bei der viele Bürger ertranken.Noch immer erinnern Hochwassermarken an die Katastrophe.
Durch die Ansiedlung eines BASF- Werkes 1913 mauserte sich das Dorf zur wohlhabenden Industriegemeinde, die jedoch bei einer schweren Explosion im Stickstoffwerk am 21.9.1921 fast vollständig zerstört wurde.561 Menschen ließen damals ihr Leben.Die Oppauer gaben jedoch nicht auf, unter der Leitung des Architekten Albert Boßlet bauten sie ihren Ort in den nächsten Jahren wieder auf. 1928 erfolgte die etwas widerwillige Vereinigung mit Edigheim und ein Jahr später sogar die Verleihung der Stadtrechte. 1929 hatte die Region noch eine kleine Sensation:Nach wochenlanger, bitterer Kälte fror der Rhein so fest zu, daß zur allgemeinen Freude sogar ein Karussell aufs Eis gestellt wurde!
Auch ein Original hatte Oppau, wie die älteren Mitbürger sicher noch wissen, den "Meese-Hannes(1881-1931), über den noch heute so manche Anekdote kursiert.
Nach der Eingemeindung zu Ludwigshafen 1938 zählt Oppau heute annähernd 10 000 Einwohner, hat eine sehr gute Infrastruktur und viele Vereine, wobei der Turnerbund Oppau einer der bekanntesten ist.Von diesen gehen viele tolle Aktivitäten wie Dampfnudelfest und Kerwe aus. In Gemeinschaftsarbeit mit den Edigheimern und Pfingstweidlern entsteht jedes Jahr auch einer der schönsten Faschingsumzüge der Region.
Viele Fachgeschäfte bieten Einkaufsvergnügen vor der Haustür und sogar das altehrwürdige Rathaus ist bis heute für die Bürger da und beherbergt sogar ein kleines, aber feines Heimatmuseum. Auch gibt es eine Polizeidienststelle und eine Feuerwache vor Ort.
Kindergärten, Schulen und ein neu erbautes, sehr schönes Wohnstift für ältere Oppauer sorgen dafür, daß sich alle Menschen wohlfühlen und gerne hier leben.

 

 

 

Kleinod Parkinsel

 

Eigentlich ist die Parkinsel kein eigenständiger Stadtteil von Lu, sondern entstand durch den Bau des Luitpoldhafens in den Jahren 1893 bis 1898 aus einem abgetrennten Mundenheimer Gemarkungsteil. Auch ist sie eigentlich keine Insel mehr, 1968 schon wurde sie durch den Bau eines Damms mit dem Festland verbunden. Trotzdem möchte ich diesen Teil, der zu den schönsten unserer Stadt gehört, gesondert behandeln.

Vor der Rheinbegradigung war das Mundenheimer Wäldchen, aus dem die Parkinsel entstanden ist, ein Auenwald mit vielen Eichen- und Ulmen. Es wurde mindestens einmal im Jahr vom Rheinhochwasser überschwemmt. Das Mundenheimer Wäldchen war bis 1899 im Besitz der Gemeinde Mundenheim. Schon 1898 ersuchte die Stadt Ludwigshafen ihre Nachbargemeinde, den Auwald abzutreten. Doch Mundenheim lehnte ab und verkaufte im Jahr 1898 das Wäldchen an einen Investor, der es abholzen und darauf eine Wohnsiedlung bauen lassen wollte. Ludwigshafen genehmigte jedoch dieses Vorhaben nicht. Daraufhin legte die Gemeinde Mundenheim Beschwerde beim Staatsministerium des Innern in München ein, wo nun die Abholzung doch genehmigt wurde. Nur durch eine Intervention des Ludwigshafener Oberbürgermeisters Friedrich Krafft wurde diese wieder zurückgezogen. Im Jahr 1899 dann wurde Mundenheim eingemeindet und so gelangte auch die Parkinsel in den Besitz der Stadt Ludwigshafen.

Nun konnte Oberbürgermeister Krafft das Wäldchen in einen Park umwandeln lassen, welcher 1901 eröffnet wurde. Bis heute ist dieser wunderschöne Stadtpark mit altem Baumbestand und seltenen Pflanzen erhalten und wird liebevoll gepflegt. Etwa achzig verschiedene Singvogelarten sind hier daheim, selbst ein Papageienschwarm ist hier heimisch geworden. Seit 2005 wird hier im Park alljährlich das "Festival des deutschen Films" mit großem Erfolg gefeiert.

Auch die Menschen von Ludwigshafen wussten und wissen die idyllische Lage als Wohngegend zu schätzen, so gründete sich schon 1893 eine Villenkolonie. Viele schöne alte Häuser, liebevoll restauriert und erhalten zeugen noch immer von einigem Wohlstand. Aber auch Neubauten gibt es mittlerweile auf ehemaligen Hafenanlagen, die kürzlich frei geworden sind und junge Familien halten nun Einzug auf der Insel, Bautätigkeiten sind momentan noch im Gange aber bald schon wird wieder Ruhe einkehren in der nach wie vor recht kleinen und ruhigen Siedlung.

Zwar gibt es auf der Parkinsel selbst nur wenig Einkaufsmöglichkeiten, jedoch durch die Nähe der Innenstadt und zum Stadtteil Süd, wozu sie offiziell gehört, ist die Versorgung der Bewohner gut gewährleistet. Dort finden sich auch Schulen, Kindergärten und Freizeiteinrichtungen in ausreichender Menge. Kurzum, es gilt hier durchaus als Privileg auf der Parkinsel wohnen zu dürfen.

 

 

 

Natur und Naherholung in Lu, Stadtpark auf der Parkinsel

 

Unheimliches Wäldchen
Es war nicht gerade traulich zu nennen, dieses Mundenheimer Wäldchen. Mit seinem dichten Unterholz, dem Geflechte der Waldreben, deren Blätter- und Blütengerank in üppiger Fülle von den hohen Ulmen hernieder hing, und seinen vermoderten, gespensterhaften Sumpfweiden, die sich in stillen Gewässern spiegelten, konnte es eher ein leichtes Gruseln hervorrufen.
 
                             Hedwig Laudien

Und meine alten holländischen Freunde, die Matrosen, die stiegen wieder vor mir auf, die mit acht Jahren mich zuerst Pfeife rauchen gelehrt haben mit holländischem Tabak, mit denen zusammen ich in den Mundenheimer Wald ging, den Munnemer Wald gegangen bin, wo wir Blindschleichen gefangen haben, gehäutet, auf Feuer geröstet und statt Salz Pulver daran geschüttet haben als richtige Männer.

 

                                   Ernst Bloch

 

Seit Juni 2013 gibt es einen von Bürgern der Parkinsel gegründeten Förderverein,  der sich zum Ziel gesetzt hat, den Erhalt und die Pflege dieses Wäldchens, welches heute unser Stadtpark ist, zu schützen und zu pflegen.

 

 

 

Friesenheim - Heimat der Eulen

 

Einer der schon am längsten zu Ludwigshafen gehörenden Stadtteile ist Friesenheim. Schon im Jahr 1892 fand die Eingemeindung statt, wobei sich Ludwigshafen sogar richtig betrachtet sogar aus den Gemeinden Friesenheim und Mundenheim gegründet hat. Urkundlich wurde das Dorf erstmals 771 im Lorscher Kodex erwähnt. Wie die meisten der umliegenden Gemeinden blickt auch Friesenheim auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Um 1550 erbauten die Kurfürsten von der Pfalz hier ein Jagdschloss, dass aber wie so Vieles dem dreißigjährigen Krieg zum Opfer fiel.

In heutiger Zeit ist die Bevölkerung auf etwa 17 800 Seelen angewachsen, die sich auf einer Fläche von 410 Hektar häuslich eingerichtet haben. Sie finden hier alle Vorteile einer hervorragenden Infrastruktur in Verbindung mit vielen Grünflächen vor. Es gibt ausreichend niedergelassene Ärzte aller Fachrichtungen, Apotheken, Kirchen aller Konfessionen, florierenden Einzelhandel, sogar das städtische Klinikum liegt innerhalb der Stadtteilgrenzen. Für die älteren Friesenheimer gibt es Seniorenwohnanlagen ebenso wie zwei Alten-und Pflegeheime.In sieben Kindertagesstätten, drei Grundschulen, einer Realschule plus sowie einem Gymnasium lernt der Nachwuchs fürs Leben, ein Jugendzentrum sorgt für Kurzweil.

Zur aktiven Freizeitgestaltung finden sich 54 Vereine, es gibt Sportplätze, Hallen, ein großes Freibad, etliche Weiher zum Angeln und Schwimmen, eine Minigolfanlage, Kleingärten und vor allem den Ebertpark, eine der „grünen Lungen“ Ludwigshafens. Die Eulen als Wappentiere und Maskottchen finden sich an den verschiedensten Stellen im Ortsbild, sei es als Skulptur oder auch Brunnen ( siehe auch hier), sind sogar Namensgeber eines erfolgreichen Handballvereins.

Der Stadtteil verfügt über eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Innenstadt ist gut mit der Straßenbahn erreichbar, andere Stadtteile mit Bussen. Hier verbindet sich städtisches Flair aufs Beste mit dörflichem Wohnen im Grünen.

 

 

 

Natur und Naherholung in Lu, der Friedrich-Ebert-Park

 

Einst war hier nur ein sumpfiger Altrheinarm mit binsenbewachsenen Tümpeln, genannt "Riedsaumwiesen". Nach dem Entwurf des Stuttgarter Architekten C.W. Siegloch, den er "Sternklar" nannte, begannen Anfang Februar 1925 die gärtnerischen Arbeiten. Innerhalb weniger Monate verwandelten 1000 fleißige Arbeiter das Areal in einen Park, der bereits am 28. Mai desselben Jahres planmäßig zur Eröffnung der "Süddeutschen Gartenbauausstellung" fertiggestellt war.
Bereits zwei Jahre nach der Messe begann man mit der schrittweisen Erweiterung des Parks, der eine große Bereicherung für die Stadt darstellte. Die Konzertmuschel kam hinzu, ebenso der schöne Parkweiher und ein Teichcafe. Zu Beginn des zweiten Weltkrieges legte man ein Tiergehege sowie einen Tropengarten an. Mittlerweile ist der Ebert-Park mit 29 Hektar Fläche die größte Grünanlage unserer Stadt.
Einen weiteren Höhepunkt bildete der Bau der Friedrich-Ebert-Halle nach den Plänen des Wiener Architekten R. Rainer im Jahr 1965. Bis heute ist sie eine der "guten Stuben" der Stadt und wird für vielfältige Veranstaltungen genutzt.
Ein Förderverein kümmert sich heutzutage um die Belange des Parks, hilft bei Pflege und Instandhaltung dieses Kleinods, dass auch weiterhin schöne Feste gefeiert und Konzerte hier besucht werden können.

 

 

Der Hemshof - "Altstadt" von Lu

 

Der Hemshof ist unser ältester Stadtteil und wird gerne auch als "Altstadt von Lu" tituliert.
Vor der Stadtgründung Ludwigshafens 1853 war der „Hembshof“, wie er bis ins 19. Jahrhundert genannt wurde, ein Bauernhof in der Gemarkung von Friesenheim. Ebenfalls auf der heutigen Gemarkung befanden sich mit dem Ganderhof, dem Rohrlacher Hof und dem Gräfenauer Hof noch drei weitere Bauernhöfe. Als Stadtteil ist er zwischen1870 und 1910 entstanden und gewachsen, zunächst ein reines Wohngebiet für die Arbeiter der 1865 gegründeten BASF.
Mittlerweile ist die Bevölkerung des Hemshof auf etwa 16 700 Menschen angewachsen, von denen knapp 44% Ausländer sind. Sie schaffen es, diesem in den letzten Jahren liebevoll sanierten Stadtteil ein mediterranes Flair zu verleihen. Durch die unmittelbare Nähe zur Stadtmitte verfügt der Hemshof heute über eine hervorragende Infrastruktur.

Ein anonymer Autor schreibt im Pfälzischen Kurier vom 28. und 29. März 1889:

„Was ist der Hemshof? Kaum ein Dutzend meiner Leser hat jemals diesen Namen gehört, Niemand, außerhalb der nächsten Umgebung kennt ihn, und vergebens suchen wir ihn selbst auf den exakten Spezialkarten des Generalstabes. Gleichwohl bilden die Massenprodukte dieser fast noch unbekannten Stadt auf dem Weltmarkt eine hochgeschätzte Rimesse, sie wandern in alle Länder und Weltteile, zu allen Kultur- und Halbkulturvölkern, in den Palast, wie in die Hütte, Der glänzende Goldton einer Ballrobe wie das schlichte Blau des Zwilchkittels, die leuchtenden Farbenzauber der Sommertoiletten und all die Sinne berückende Farbenpracht, welche das Raffinement der Mode fordert und erfindet, sie strahlen wie durch ein Wunder aus dem Kohlenqualm der Hemshöfer Fabriken hervor, Der Hemshof, diese Fabrikstadt par éminence, ist der Sitz der Ludwigshafener Großindustrie, ein Stück Amerika, wie es kaum ein anderer Fleck deutschen Bodens wieder zeigt, ein Hauptort der modernen Farbenindustrie, er ist die Farbenstadt, das Chromopolis Deutschlands.“
„Wiewohl die Hemshöfe nach der Annahme der Historiker schon in den Zeiten der Karolinger als Besitztum des reichbegüterten nahen Klosters Lorsch bestanden haben sollen, ist die Fabrikstadt Hemshof doch ein Kind der allerjüngsten Zeit und seine vielbestaunte Entwicklung kann nur im Hinblick auf den großartigen Aufschwung der Badischen Anilin- und Sodafabrik vollkommen verstanden und gewürdigt werden.
Die 'Große Fabrik', wie das Volk am treffendsten die Badische Anilin- und Soda-Fabrik nennt, gehört zu jenen Wunderwerken der modernen Großindustrie, welche die Gegenwart mit ihrer fortgeschrittenen Technik und den gewaltigen Hilfsmitteln des Verkehrs geschaffen hat.“
Zitiert nach: Marianne Ertel (Hg.): Ludwigshafen

Im Hemshof gibt es zwei Theater mit eigener Spielstätte: Das Prinzregententheater und die Hemshofschachtel. Beide sind privat geführte Theater, die überwiegend Stücke in Pfälzer Mundart aufführen.

Ein stadtbekanntes Original war die Hemshoffriedel, eine Unterhaltungssängerin der derberen Sorte, die um 1950 in Ludwigshafen gestrandet war. Nach einer kurzen Tätigkeit als Schweißerin musizierte sie als Straßenmusikantin und schuf den so genannten Hemshof-Boogie, arbeitete aber auch kurzfristig als Prostituierte.  Sie hatte Auftritte beim Dürkheimer Wurstmarkt, beim Schifferstädter Rettichfest und beim Speyerer Brezelfest. Bald folgten Schallplattenaufnahmen und Rundfunkauftritte. Ihre Schimpftiraden waren berüchtigt, und die Bild-Zeitung nannte sie die verrückteste Sängerin Deutschlands. Friedel lebte von gesammeltem Geld. Da ihr es oft nicht ausreichte, wandte sie sich an das Sozialamt, wurde jedoch abgewiesen. Daraufhin stellte sie sich gegenüber der Sozialbehörde auf und sang ein Schandlied über das Sozialamt:

De Maier is´e altes Schwoi,
Der stellt mer die Sozialhilf´oi,
De Müller aus´m zweede Stock,
Ach, der miese alte Bock,
Hot ke Herz- der hot sei Freed,
On de Not vun´d arme Leed …»

Das Sozialamt lenkte ein und förderte die Friedel als Original, dessen Tradition es hochzuhalten galt.

1979 kam sie nach zwei Tagen Dauertrinken und -singen ins Krankenhaus, wo sie an Leberzirrhose starb. (Quelle: Wikipedia)

 

 

 

Stadtteil West, klein aber fein

 

West ist der kleinste Stadtteil  Ludwigshafens, ab etwa 1895 entstanden die ersten Gebäude. Heute hat dieser Teil Ludwigshafens ca. 4600 Einwohner. Obwohl er in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum liegt, ist er von den umliegenden Stadtteilen weitgehend isoliert, was natürlich auch Probleme mit sich bringt.

2001 wurde West ins Programm "Soziale Stadt" aufgenommen. Bis mindestens Ende 2016 soll die Förderung weiter bestehen.

Verbesserung der sozialen Infrastruktur , Verbesserung des Angebotes an bedarfsgerechten Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, Maßnahmen für eine sichere Stadt, das Unterstützen von kultureller und sozialer Vielfalt im Quartier soll helfen ein positives Image zu etablieren und so die Stadteilkultur zu fördern.


 

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